Arbeitsgruppe KITA

 
Eingetragen am 24. Oktober 2013
 
Vorerst keine KITA in Buttisholz

Eine Arbeitsgruppe hat sich im Auftrage des Gemeinderates während eines Jahres intensiv mit einer KITA (Kindertagesstätte) in Buttisholz beschäftigt. Trotz grossem Interesse und breiter Zustimmung wird vorerst keine KITA in Buttisholz eröffnet. Der Grund liegt bei den Finanzen und dem fehlenden geeigneten Mietobjekt.

Bedarfsabklärung
Im Juni 2012 führte die Gemeinde Buttisholz in der Bevölkerung eine Bedarfsabklärung über den Wunsch nach einer KITA im Dorf durch. Nach einem mehrheitlich positiven Rücklauf setzte die Gemeinde eine Arbeitsgruppe zur genaueren Abklärung über eine Realisierung ein.
Diese hat sich während fast einem Jahr zu mehreren Sitzungen getroffen, verschiedene Modelle geprüft und bestehende KITA's besucht. Es wurden verschiedene mögliche Standorte, vorwiegend in der Nähe des Schulhauses, geprüft.

Arbeitsgruppe
Die Arbeitsgruppe ist vertreten mit Fachpersonen im Bereich Kinderbetreuung und Gemeindebehörden: Theres Räber, Primarlehrerin und KITA-Leiterin;
Luzia Röthlin, Kleinkinderzieherin und Mitglied der Schulpflege; Lisa Birrer, Vermittlerin Tageselternvermittlung Rundum; Roland Huwiler, Gemeinderat Soziales und Reto Helfenstein, Geschäftsführer Gemeinde Buttisholz.

Besichtigung KITA
Die Arbeitsgruppe besichtigte die KITA Hurrlibus in der Schlossschür in Willisau und den Hort Kunterbunt in Geuensee. Hurrlibus ist eine Krippe und betreut Kinder ab drei Monaten bis zum Kindergarteneintritt. Die Gemeinde Willisau hat der KITA die Räume zur Verfügung gestellt und übernimmt das Defizit aus dem laufenden Betrieb. Willisau wird auf das nächste Jahr einen Systemwechsel in der Tarifgestaltung vornehmen und Betreuungsgutscheine einführen. Das Modell Kunterbunt in Geuensee wurde auf Initiative der Gemeinde bereits vor sieben Jahren realisiert. Der Betrieb wird vollumfänglich von der Gemeinde Geuensee getragen. Die Kinder können ab vier Jahren in den Hort gehen. In der Betreuung werden auch die Elemente der Schul- und familienergänzenden Tagesstrukturen (Vorschulbetreuung, Mittagstisch, Hausaufgaben- und Nachschulbetreuung) abgedeckt. Die Kunterbunt Verantwortlichen arbeiten an der Basis, flexibel und unkompliziert. Durch die Nähe und Kompetenz der Leiterin werden Probleme auf dem Schulareal schnell wahrgenommen und es kann reagiert werden. Schwierige Familiensituationen werden früh erkannt und können aufgefangen werden. Die Zusammenarbeit mit der Schule und den Behörden ist beispielhaft und zeigt auf, was alles möglich ist.

Kein Fremdanbieter
Im Weiteren wurde auch ein Fremdanbieter von Kindertagesstätten eingeladen und die Möglichkeit dieses Angebotes geprüft. Die Arbeitsgruppe wie auch der Gemeinderat sind sich einig, dass ein Fremdanbieter nicht die gewünschte Lösung ist. Die Akzeptanz sowie die Ausstrahlung einer Kindertagesstätte, welche im Dorf gegründet wurde und daraus wachsen kann, sind bedeutend grösser. Zudem bieten Fremdanbieter keine Sozialtarife an.

Angebot hat seinen Preis
Die Arbeitsgruppe ist sich einig, dass eine KITA im Dorf alle Betreuungselemente abdecken soll: Krippe und Hort für Kinder von 0 bis 15 Jahre, Mittagstisch und Hausaufgabenbetreuung (alle Elemente der Schul- und familienergänzenden Tagesstrukturen). Eine gelebte Zusammenarbeit mit der Schule und allen schulischen Diensten will man anstreben. Eine Tagesbetreuung für Kinder von 0 bis 15 Jahre nimmt die Grossfamilie als Vorbild. Die Kinder können Sozialverhalten üben (Rücksichtnahme, einander Helfen, Miteinander, Zurückstehen). Dies erfordert genügend gut ausgebildetes Fachpersonal in der Betreuung. Die hohe Präsenz der Betreuerinnen ist Knochenarbeit und bedingt daher genügend Personal. Die Löhne sind der grosse Kostenfaktor einer KITA. Wie wir aus der Wirtschaft wissen, hat Qualität seinen Preis. Genauso verhält es sich auch im Unternehmen KITA.

Unterstützung Gemeinde ist nötig
Alle Ortsparteien wie auch der Gewerbeverein haben sich positiv für eine KITA ausgesprochen. Dies aber immer unter der Bedingung, dass keine grossen Kosten entstehen dürfen. Sämtliche bisherigen Abklärungen haben ergeben, dass eine KITA mit Sozialtarifen nicht kostendeckend betrieben werden kann. In der Aufbauphase, wenn vermutlich noch nicht alle Plätze besetzt sind, fallen zusätzliche Kosten an. Die Arbeitsgruppe spricht sich klar für Sozialtarife aus. Das heisst, die Elterntarife sind nach Einkommen und Vermögen abgestuft. Es ist ein wichtiges Anliegen der Gruppe, dass auch Kinder aus finanziell schwierigen Situationen das Angebot nutzen können (bezahlbar für alle). Der Gemeinderat hat sich gegen Betreuungsgutscheine ausgesprochen. Er will vorläufig nur ein KITA-Angebot in der eigenen Gemeinde mitfinanzieren. Was leider bei den Kosten meistens nicht berücksichtigt wird ist, dass auf der Einnahmenseite auch höhere Steuereinnahmen resultieren, wenn zwei Ehe- oder Lebenspartner arbeiten gehen. Eine KITA integriert und fördert die Kinder, ermöglicht dem Partner bzw. der Partnerin in der Arbeitswelt zu bleiben und ist ein zusätzliches Angebot zu den heute bestehenden Betreuungsmöglichkeiten. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Image-Gewinn für die Gemeinde, gerade Buttisholz als einer der Gemeinden im Kanton Luzern mit dem höchsten Kinderanteil und der ausgewiesen guten Schule. Werden somit nicht nur die harten, sondern auch die weichen Faktoren miteinander verglichen, dann resultiert schnell einmal eine ausgeglichene Rechnung.

Gemeinderat vertagt Start KITA
Der Gemeinderat hatte in sämtliche Unterlagen und Protokolle der Arbeitsgruppe KITA Einsicht. Er spricht sich weiterhin klar für eine eigene KITA in Buttisholz aus. Der Handlungsbedarf ist erkannt. Da die Finanzzahlen der Einwohnergemeinde Buttisholz für die nächsten zwei Jahre nicht besonders rosig aussehen und kein geeignetes Mietobjekt gefunden werden konnte, hat der Gemeinderat beschlossen, das Projekt KITA im Jahr 2014 nicht zu realisieren. Eine KITA, egal in welcher Form, braucht die finanzielle und ideelle Unterstützung der Bevölkerung bzw. der Gemeinde. Der Gemeinderat Buttisholz hat das Dossier KITA vorerst zur Seite gelegt. Da innerhalb der Gemeinde noch weitere Standorte in Prüfung sind, bleibt die Realisierung jedoch weiterhin ein längerfristiges Thema. Gerne nimmt der Gemeinderat Buttisholz allfällige Rückmeldungen zu diesem Zeitungsbericht entgegen (gemeinde@buttisholz.ch).


Die Garderobe für eine KITA (Kindertagesstätte) bleibt vorläufig noch leer. Trotz grossem Interesse und breiter Zustimmung wird vorerst keine KITA in Buttisholz eröffnet. Der Grund liegt bei den Finanzen und dem fehlenden geeigneten Mietobjekt.
 
 
 
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