Pressemitt. kant. Richtplan

 
Eingetragen am 23. Sepember 2014
 

Medienmitteilung
Rottaler Gemeinden Ruswil, Buttisholz, Grosswangen und Ettiswil


Faires Wachstum für das Rottal


Die Rottaler Gemeinden Ruswil, Buttisholz, Grosswangen und Ettiswil sind mit den geplanten Änderungen des Kantonalen Richtplans nicht einverstanden. Sie erwarten weiterhin faire Wachstumsmöglichkeiten und keine Zweiklassengesellschaft unter den Gemeinden.

Der Kanton Luzern muss seinen Kantonalen Richtplan aufgrund des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes überarbeiten. Die Gemeinden wurden zur Vernehmlassung eingeladen. Das Wachstum auf dem Land soll teils drastisch eingeschränkt werden. Im Entwurf wurden alle vier Gemeinden im Rottal in die tiefste von 8 Gemeindekategorien, sozusagen in die unterste Schublade, eingeteilt. Ihnen wird noch ein durchschnittliches jährliches Bevölkerungswachstum von maximal 0,22 Prozent zugestanden. Dies ist tiefer als der jährliche Geburtenüberschuss in allen vier Gemeinden. Neue Firmen dürften sich im Rottal nicht mehr niederlassen. Eine Vergrösserung einer bestehenden Arbeitszone könnte nur noch im Zusammenhang mit einer Erweiterung eines bestehenden Betriebs erfolgen.

Wachstum auf den Entwicklungsachsen
Wo findet das zukünftige Wachstum statt? Die Hauptentwicklungsachse führt von der Stadt Luzern entlang der Autobahn über die Stadt Sursee bis zu den Gemeinden Dagmersellen/Reiden. Eine geringere Entwicklungsachse führt von der Stadt Luzern der SBB-Linie Richtung Wolhusen-Willisau und Richtung Wolhusen-Entlebuch entlang. Das Rottal befindet sich somit nicht auf einer Entwicklungsachse. Die Gemeinderäte im Rottal unterstützen im Grundsatz diese Strategie, aber nicht in diesem Ausmass.

Forderungen
Die Rottaler Gemeinden fordern, auf eine Aufteilung von acht Gemeindekategorien und somit auf eine Klassierung der Gemeinden zu verzichten. Das massiv reduzierte Wachstum schränkt die Gemeinden zu stark ein. Es wird kein grosses sondern ein faires Wachstum gefordert. Der ländliche Raum des Kantons Luzern soll nicht "ergänzend" gefördert werden, sondern basierend auf seinen Stärken bzw. durch Ausgleich seiner Schwächen. Den Landgemeinden müssen auch in Zukunft Entwicklungsmöglichkeiten zugestanden werden. Dies nicht nur im Tourismus, bei der Naherholung und der Freizeit, nein auch im Wohn- und Gewerbesektor. Die Gemeinden im Rottal müssen im öffentlichen Verkehr direkt mit den Hauptentwicklungsgemeinden Luzern und Sursee verbunden bleiben. Falls das Rottal und andere Landgemeinden nur noch als Reservat für Fruchtfolgefläche gelten sollten, wird eine starke Anpassung beim Finanzausgleich erwartet. Diesen Ansatz finden wir jedoch für das Rottal nicht korrekt, da sich die vier Landgemeinden auch in Zukunft fair entwickeln wollen. Das Rottal soll ebenfalls als Nebenachse gelten.

Rottal hat seine Stärken
Das Rottal im Zentrum des Kantons Luzern ist äusserst zentral und somit ideal gelegen. Dies zeigen auch die Entwicklungen der vergangenen Jahre. Das unterschiedliche Wachstum wird viel zu stark an den Zugverkehr und an die Autobahn gebunden. Dabei geht vergessen, dass der öffentliche Verkehr nicht nur aus dem Zug besteht, sondern auch noch der Busbetrieb berücksichtigt werden muss. Durch das Rottal verlaufen zwei äussert gut frequentierte und somit attraktive Buslinien. Der Knotenpunkt der Buslinie Sursee – Wolhusen und Ettiswil – Luzern in Buttisholz ist optimal gelegen. Eine Entwicklung der "Landgemeinden" im Rottal kann die Verkehrsströme in Sursee entlasten. Das Rottal kann sich als Wohngemeinde erster Klasse profilieren. Der Nährboden für gute Handwerker liegt vielfach in den ländlichen Gemeinden und soll sich auch dort entwickeln können. Das Rottal wird heute schon als wichtige Achse zwischen Luzern und dem Hinterland wahrgenommen, welche zusätzlich historisch begründet ist. Im Rottal werden sehr viele gute Ausbildungsplätze angeboten. Nicht zuletzt wurden in den Rottaler Gemeinden in den letzten vier Jahren über zehn Prozent neue Vollzeitstellen geschaffen. Ja, das Rottal hat Potential für eine massvolle Entwicklung.

Regierungsrat muss über die Bücher
Aus diesem Grunde ist die Teilrevision des Kantonalen Richtplans in diesem Ausmass klar abzulehnen und zur grundlegenden Überarbeitung an den Regierungsrat zu retournieren.


23. September 2014

Rottaler Gemeinden Ruswil, Buttisholz, Grosswangen und Ettiswil


in Vertretung Gemeinde Buttisholz
Oberdorf 4
6018 Buttisholz

 
 
 
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