Gemeinderatsnachrichten

 
Eingetragen am 29. Oktober 2015
 

Erfreuliche Finanzaussichten


Für das kommende Jahr budgetiert die Gemeinde Buttisholz einen Ertragsüberschuss von 580'500 Franken. Der Gemeinderat geht auch ohne Buchgewinn von einem positiven Ergebnis aus. Im Finanz- und Aufgabenplan stehen die Zahlen nach aktuellen Berechnungen ebenfalls auf grün. An der Gemeindeversammlung vom 25. November 2015 wird dem Volk beantragt, das Budget zu genehmigen und den Steuerfuss bei 2.20 Einheiten zu belassen.



Laufende Rechnung

Wiederum hat sich der Gemeinderat anlässlich der Herbstklausursitzung intensiv mit den Finanzen der Gemeinde Buttisholz auseinander gesetzt. So will er an der restriktiven Ausgabenpolitik festhalten und hat im Budgetprozess entsprechende Kürzungen oder Streichungen bei gewissen Aufwandpositionen vorgenommen. Dank diesen Massnahmen und einem einmaligen Buchgewinn von 480'000 Franken (Verkauf Parzelle alter Fussballplatz) rechnet der Voranschlag 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 580'500 Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von 17'605'600 Franken und einem Gesamtertrag von 18'186'100 Franken. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dieses Resultat eine Verbesserung von über 850'000 Franken. Nebst dem bereits erwähnten Buchgewinn wirken sich vor allem die höhere Finanzausgleichszahlung im Betrag von 154'900 Franken und die Mehreinnahmen bei den Steuern positiv aus. Trotz eines neutralen Bevölkerungswachstums darf bei den Gemeindesteuern von einem Anstieg von über 300'000 Franken ausgegangen werden. Diese Tendenz hat sich mit den Steuererträgen der letzten beiden Jahre bewahrheitet und wird ebenfalls für das Jahr 2016 erwartet. Weitere Einsparungen sind in den Bereichen Bildung (39'800 Franken), Gesundheit (11'900 Franken) sowie Umwelt und Raumordnung (19'100 Franken) auszumachen. Andererseits entstehen Mehrkosten bei der Allgemeinen Verwaltung durch den Ersatz von EDV-Geräten, die Überarbeitung der Gemeinde-Website wegen den vermehrten Zugriffen von Smartphones und Tablets sowie Anpassungen bei den verrechneten Sachaufwendungen. Die andauernden Kostentreiber der Wirtschaftlichen Sozialhilfe und des fixen Kantonsbeitrages an die Heimfinanzierung werden auch im kommenden Jahr negative Auswirkungen haben. Der Gemeinderat und die Controllingkommission sehen von einer Anpassung des Steuerfusses ab und beantragen den Stimmberechtigten, diesen für das Jahr 2016 weiterhin bei 2.20 Einheiten festzusetzen. Der erwirtschaftete Gewinn soll ins Eigenkapital überführt werden.

 


Investitionsrechnung

Die Investitionsrechnung sieht im Verwaltungsvermögen Ausgaben von 1'217'000 Franken und Einnahmen von 60'000 Franken vor. Die Nettoinvestitionszunahme beträgt somit 1'157'000 Franken (Vorjahr 281'000 Franken). Für eine erste Etappe der energetischen Sanierungen am Schulhaus 1975 sind 100'000 Franken vorgesehen. Der Ausbau bei der Liegenschaft Schlossacher soll in Zusammenarbeit mit der Isenschmid Schnyder Stiftung forciert werden. Dadurch erhält die Einwohnergemeinde das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss zur unentgeltlichen Nutzniessung für den Kindergarten und die Schulischen Dienste Rottal. Diverse Sanierungen an den Allmend-, Zinzerswiler-, Jagdhütte-, Spanere- und Tannebachstrassen von total 300'000 Franken sind geplant. Die Reinigungsarbeiten der ARA-Leitungen werden weitergeführt. Für das Hochwasserschutzprojekt ist eine Tranche von 600'000 Franken für das Teillos 1 (Chottegrabe) budgetiert. Bei den Einnahmen werden ARA-Anschlussgebühren in der Höhe von 60'000 Franken erwartet.

 


Finanz- und Aufgabenplan
Der Finanz- und Aufgabenplan 2016 – 2020 zeigt, dass auch in den Folgejahren mit durchwegs positiven Rechnungsabschlüssen gerechnet werden darf. Nach dem grossen Ertragsüberschuss 2016 sind die Gewinne mit jedem Jahr bis 2019 rückläufig. Insgesamt resultiert über die ganze Planungsperiode von fünf Jahren ein kumulierter Überschuss von beinahe 1,5 Millionen Franken. Diese Zahlen sind insbesondere gegen Ende der Finanzplanjahre mit einigen Fragezeichen behaftet und daher noch mit Vorsicht zu geniessen. Voraussetzung für die weitere Konsolidierung ist weiterhin eine zurückhaltende Ausgabenpolitik und keine weitere Aufgabenabwälzung an die Gemeinden durch den Kanton. Mit Ausnahme des Selbstfinanzierungsgrades und des Selbstfinanzierungsanteils sind sämtliche Finanzkennzahlen erfüllt. Aufgrund der Investitionstätigkeit wird die Nettoschuld pro Einwohner von aktuell 2'585 Franken auf 3'542 Franken im Jahr 2019 ansteigen.
 
 
 
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