Pressemitteilung

 
Eingetragen am 18. Februar 2016
 
Buttisholz plant temporäre Asylunterkunft in Pavillons

Der Gemeinderat Buttisholz strebt den Bau einer temporären Asylunterkunft in Pavillons für maximal 72 Asylsuchenden in der Gewerbezone an. Er sieht klare Vorteile gegenüber einer dezentralen Unterbringung in verschiedenen Wohnhäusern. Das Baubewilligungsverfahren muss noch durchgeführt werden. Am 24. Februar um 20.00 Uhr findet eine öffentliche Informationsveranstaltung im Gemeindesaal Buttisholz statt.

Das Thema Asylwesen beschäftigt auch den Gemeinderat Buttisholz stark. Bekanntlich sind alle Gemeinden im Kanton Luzern verpflichtet, eine gewisse Anzahl Asylsuchende aufzunehmen. In der Gemeinde Buttisholz sind dies gemäss Zuweisungsentscheid des Regierungsrates 40 Asylsuchende. In einem ersten Schritt verpflichtet der Regierungsrat die Gemeinden mindestens 75 % dieser Quote zu erfüllen. Zurzeit fehlen noch etliche Plätze. Ab Anfangs April muss dem Kanton Luzern für jeden fehlenden Platz eine Entschädigung bezahlt werden. Die ersten zwei Monate müssen pro Tag und fehlendem Platz 10 Franken bezahlt werden. Die Kosten erhöhen sich kontinuierlich auf bis zu 40 Franken ab dem siebten Monat. Der Gemeinderat hat in seinem Jahresprogramm 2016 festgehalten, dass er die nötige Anzahl Plätze zu 100 Prozent zur Verfügung stellen will.

Strategiewechsel zu Asylzentrum
In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde intensiv nach Unterbringungsplätzen gesucht. Leider nur mit sehr bescheidenem Erfolg. Es konnte eine zusätzliche Wohnung im alten Lehrerheim für acht Asylsuchende vermietet werden. Weitere acht Asylsuchende sind schon länger in Buttisholz wohnhaft. Es fehlen geeignete Objekte für die Unterbringung von Asylsuchenden und die Leerwohnungsziffer in Buttisholz ist sehr tief. Das Soll kann so nicht erfüllt werden. Deshalb hat der Gemeinderat Buttisholz seine Strategie festgelegt und sich für die Schaffung eines Regionalzentrums entschieden. In einer noch zu bauenden temporären Asylunterkunft in Pavillons sollen inskünftig bis zu 72 Asylsuchende in der Gewerbezone untergebracht werden können. Bei der Einreise in die Schweiz werden die Asylsuchenden nach einigen Monaten in einem der verschiedenen Bundesunterkünfte an die Kantone verteilt, wo sie in Regionalzentren untergebracht werden. Nach einigen Monaten in diesen Zentren wird je nach Asyl-Entscheid für die Asylsuchenden eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen aller Gemeinden im Kanton Luzern gesucht.

Vorteile Regionalzentrum überwiegen
Der Betrieb eines Regionalzentrums bietet einige wichtige Vorteile. Die Asylsuchenden verbleiben nur einige Monate im Regionalzentrum. Somit müssen diese Personen auf der Gemeindeverwaltung auch nicht angemeldet werden und die Gemeinde ist nach zehn Jahren nicht für eine allfällige Sozialhilfe zuständig. Es erfolgt eine sehr enge Betreuung durch den Kanton. Kinder werden zentral durch den Kanton geschult. Das Aufnahmesoll wird vollumfänglich eingehalten. Falls die Anzahl der Asylsuchenden massiv ansteigen würde, wäre die Gemeinde Buttisholz mit 72 Plätzen positiv gewappnet. Als Nachteil sieht der Gemeinderat vor allem die Dauer des Mietvertrags für die temporäre Asylunterkunft in einem Regionalzentrum.

Standort in der Gewerbezone
Die temporäre Asylunterkunft soll am Standort des alten Tennisplatzes in der Gewerbezone, auf dem gemeindeeigenen Landgrundstück, platziert werden. Es ist noch nicht klar, ob die Einwohnergemeinde selber investiert oder ob eine Privatfirma die Pavillons finanziert. Je nach Finanzierung und nach Abschreibung der Anschaffungskosten wird ein fixer Mietvertrag über mehrere Jahre mit dem Kanton abgeschlossen. Es laufen noch intensive Abklärungen. Mit dem Baubewilligungsverfahren wird nach der Informationsveranstaltung gestartet.

Einladung zur Informationsveranstaltung
Über das Thema "Unterbringung von Asylsuchenden in der Gemeinde Buttisholz" findet am Mittwoch, 24. Februar um 20.00 Uhr im Gemeindesaal eine öffentliche Informationsveranstaltung für die Bevölkerung von Buttisholz statt. Die Verantwortlichen von Gemeinde und Kanton informieren ausführlich über das geplante Projekt und den Betrieb des gesamten Regionalzentrums sowie die Sicherheitsbelange. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass der Bau einer temporären Asylunterkunft in Pavillons für maximal 72 Asylsuchende in der Gewerbezone die richtige Strategie für die Gemeinde Buttisholz ist.


Kommunikationsverantwortlicher:

Zemp Franz
Gemeindepräsident
franz.zemp@buttisholz.ch
Tel. 079 643 76 81

Zeitfenster für Presseanfragen: 18.02.2016 von 13.30 bis 15.00 Uhr
 
 
 
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