Gemeinderatsnachrichten

 
Eingetragen am 10. November 2016
 
Grosse Investitionen im 2017

An der Gemeindeversammlung vom 30. November werden die Stimmberechtigten über interessante Geschäfte beschliessen können. Für die Aufhebung der ARA Buttisholz und den Anschluss an die ARA Oberes Wiggertal wird ein Sonderkredit von 3'137'400 Franken sowie für die Sanierung der Schulanlage 1975 ein Sonderkredit von 1'635'000 Franken beantragt.

Die Kläranlage (ARA) Buttisholz wurde 1974 erstellt und 1996 um eine Nachklärung erweitert. Teile der ARA sind nun 20 bzw. 42 Jahre alt und die Anlage weist heute einen erhöhten Erneuerungsbedarf auf. Zudem hat der Kanton Luzern die Abwassereinleitungsbewilligung auf das Jahr 2025 befristet. Die Variantenstudie hat klar ergeben, dass ein Anschluss an die ARA Oberes Wiggertal die ökologisch und wirtschaftlich günstigste Lösung darstellt. Unsere kleine ARA hat viel höhere Betriebskosten pro Kubik Abwasser als andere grössere Abwasserreinigungsanlagen im Kanton Luzern. Zudem würde der Ausbau und die Erneuerung der ARA sowie eine Leitung zur Rot eine Investition von rund 5.05 Mio. Franken (Kostenstand 2013, +/- 30 %, exkl. MwSt.) auslösen. Die Gemeinde Buttisholz wurde anlässlich der Delegiertenversammlung vom 14. November 2014, vorbehältlich der Zustimmung an der Gemeindeversammlung, als Mitglied in den Gemeindeverband Abwasserreinigung Oberes Wiggertal aufgenommen. Der Kostenvoranschlag (+/- 10 %) rechnet mit Kosten von 3'137'400 Franken. Die Planung sieht vor, das Projekt koordiniert mit dem Radwegprojekt Buttisholz-Grosswangen auszuführen. Durch den Anschluss an die ARA Oberes Wiggertal müssen weder die Betriebs- noch die Anschlussgebühren angehoben werden. Die Abwasserreinigung wird über eine Spezialfinanzierung finanziert. Der aktuelle Stand der Spezialfinanzierung und des Spezialfonds belaufen sich auf Fr. 2'766'363.79. Der fehlende Betrag bis zur Kreditsumme wird durch die weiter gleichbleibenden Anschluss- und Betriebsgebühren über die nächsten Jahre eingezogen.

Sanierung Schulhaus 1975
Das Schulhaus 1975 (Trakt D) ist in die Jahre gekommen und es müssen einige Sanierungsmassnahmen getroffen werden. Durch das Auswechseln der undichten und isolationstechnisch schlechten Fenster rechnet der Gemeinderat zudem mit grösseren Einsparungen bei den Heizkosten. Die Eingriffe bei der Fassade machen ebenfalls Anpassungen im Innenbereich (Duschen, WC-Anlagen) nötig. Weiter wird auch das Dach saniert. Die Nassräume inkl. der Wasserleitungen müssen aber auch aufgrund ihres Alters komplett ersetzt werden. Die Leitungen und Apparate sind altersbedingt in einem schlechten Zustand. Zudem soll die 40 Jahre alte Beleuchtung durch eine LED-Beleuchtung ersetzt werden. Der vorliegende Kostenvoranschlag (+/- 10 %) für die Sanierung des Schulhauses 1975 rechnet mit Kosten von 1'635'000 Franken. Die Sanierungsarbeiten verteilen sich über zwei Jahre. Im Sommer 2017 liegt der Fokus vor allem bei der Fassaden- und Dachsanierung (Fenster und Co2 hemmende Beschichtung der Betonfassade; Kittfugen). Im Sommer 2018 werden die Nassräume saniert. Bei der Planung wird darauf geachtet, dass der Schulbetrieb soweit wie möglich normal weitergeführt werden kann.

Beteiligung Restaurant Hirschen AG
Über dieses Geschäft wurde vor kurzer Zeit detailliert informiert. Für die Beteiligung an der Restaurant Hirschen AG beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 600'000 Franken (Kostendach). Davon werden 420'000 Franken als verzinsliches Darlehen gewährt. Die Generalversammlung der GAB Genossenschaft, welche als Hauptaktionärin auftritt, hat dem Geschäft bereits zugestimmt. Die GAB und die Einwohnergemeinde wollen sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung des Dorfzentrums einsetzen.

Gesamtrevision Ortsplanung 2017+
Bis Ende 2018 müssen gemäss Auftrag vom Kanton Luzern die Gewässerräume ausgeschieden werden. Zudem muss das Bau- und Zonenreglement an die neuen Bestimmungen des seit 1. Januar 2014 gültigen Planungs- und Baugesetz (PBG) des Kantons Luzern angepasst werden. Die ständigen Mitglieder der Ortsplanungskommission sind: Franz Zemp, Gemeindepräsident, Guglern 39; Roland Bühler, Gemeinderat Bau, St. Ottilienstrasse 40; Reto Helfenstein, Geschäftsführer, Rainacher 11; Roland Küng, Mülacher 56; Lisbeth Schmid, Schuelmatt 3; Patrik Ziswiler, Allmend 5 und René Ziswiler, Allmend 12. Es wird vorgeschlagen, die Ortsplanungskommission für die Beratung der Gesamtrevision auf zwölf Personen aufzustocken. Als neue, zusätzliche Mitglieder für die Gesamtrevision werden folgende Personen vorgeschlagen: Erwin Häfliger, Unter-Allmend 18, Vertretung Kirchenrat; Matthias Käch, Sebaldematt 48, Vertretung Quartiere; Markus Lampart, Unter-Allmend 12, Vertreter Gewerbe; Sybille Utz-Nick, Gassmatt 37, Vertretung Quartiere und Franz Ziswiler, Luternau 6, Vertretung Korporationsrat. Die Arbeiten werden im Jahr 2017 begonnen und voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern.

Einbürgerungen
Folgende Personen ersuchen um die Erteilung des Schweizer Bürgerrechts. Alexandra Piecocha Wäfler ist am 17. September 1969 in Lüdenscheid, Deutschland, geboren. Sie ist am 3. August 1993 zu ihrem damaligen Schweizer Ehemann in die Schweiz gezogen. Heute ist sie Mutter von drei Kindern. Pjeter Djonaj ist am 6. Oktober 1993 in Prizren, Kosovo, geboren und wohnt seit 1995 mit seiner Familie in Buttisholz. Seit 2014 ist er bei der Mathis AG in Littau als Maler tätig und seit Mai 2016 verheiratet. Das Gesuch wurde an der Gemeindeversammlung vom Frühling 2016 auf die Herbstgemeindeversammlung verschoben. Jean-François Perey ist am 25. Oktober 1960 in Liège, Belgien geboren. Im Jahr 1996 reiste er aus beruflichen Gründen in die Schweiz ein. Der Gesuchsteller ist verheiratet mit Hana Perey, geboren am 19. April 1968 in Brünn, Tschechische Republik und hat drei Kinder namens Julie, Mathieu und Stéphanie. Heute ist er bei der Firma SI Group-Switzerland GmbH in Pratteln als Verkaufsmanager internationaler Markt tätig.

Weitere Traktanden
Der Gemeinderat wird weiter das Jahresprogramm 2017 vorstellen, einige Verabschiedungen von Kommissions- und Arbeitsgruppenmitgliedern sowie von Gemeinderat Roland Huwiler vornehmen und eine Änderung der Gemeindeordnung zur Kompetenzerteilung an den Gemeinderat zur Ergreifung des Gemeindereferendums beantragen. Es geht dabei konkret um das kantonale Sparprogramm KP17. Der Gemeinderat will sich gegen eine zu grosse Kostenverlagerung des Kantons an die Gemeinden bei Bedarf zur Wehr setzen.

Baubewilligungen
Folgende Baubewilligungen wurden erteilt: Romano & Christen Management AG für einen Neubau von zwei Mehrfamilienhäuser mit Einstellhalle im Gebiet Dorf; Jörg Bucher und Marie-Louise Fischer Bucher für den Neubau eines Pools und die Errichtung einer Solaranlage im Gebiet St. Ottilien; Erwin und Andrea Schmid für den Neubau eines Balkons mit unbeheiztem Wintergartenim Gebiet Dorf, Balkontüre und Geländer sowie Orlemann's Spezialitäten AG für ein Reklamegesuch im Gebiet Gewerbering. Folgende Baugesuche wurden eingereicht: Josef und Charlotte Weingartner für einen Umbau des Zweifamilienhauses im Gebiet Unterarig; Erwin und Michaela Häfliger für den Ersatzbau einer Garage im Gebiet Unter-Allmend; Aktiv-Werbung AG für eine Plakatwerbestelle in der Gewerbezone sowie Affentranger + Jost AG für einen neuen Reklameträger im Gebiet Unterdorf.
 
 
 
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