Gemeinderatsnachrichten

 
Eingetragen am 09. März 2017
 
Grundsatzentscheid Solaranlagen im Ortszentrum

Der Gemeinderat hat einen Grundsatzentscheid für Solaranlagen im Ortszentrum gefällt. Solaranlagen im Kontrollbereich Ortsbild dürfen realisiert werden. Diese sollen erhöhten Anforderungen genügen und sich gut in das Ortsbild einfügen. Ein Baubewilligungsverfahren ist zwingend durchzuführen. In den Kernbereichen 1.1 (innerster Dorfkern) und 1.2 (Schloss) werden aufgrund des geschützten Ortsbildes weiterhin keine Solaranlagen bewilligt.


Kürzlich wurde bei der Raiffeisenbank eine Photovoltaik-Anlage montiert. Vorgängig haben sich die zuständigen Stellen eingehend mit der Thematik Energieeffizienz und Ortsbildschutz befasst.

Es gilt als unbestritten, dass die Sonnenenergie sinnvoll für die Erzeugung von Wärme und Strom eingesetzt werden kann und dass damit zum Ausstieg aus der Atomenergie ein grosser Beitrag geleistet wird. So haben der Bund und der Kanton Luzern im Jahr 2014 die Vorschriften für das Bewilligungsverfahren von Solaranlagen gelockert und damit eine Hürde für die Bauherren beseitigt. Seither müssen Anlagen vor der Montage bei der Gemeinde gemeldet werden. Falls diese den Richtlinien für Solaranlagen des Kantons Luzern entsprechen, können die Anlagen, ohne dass ein Baubewilligungsverfahren notwendig ist, montiert werden.

Nebst den Interessen des Klimaschutzes müssen auch die Interessen des Orts- und Heimatschutzes berücksichtigt werden. Das Dach gilt als bedeutender Bestandteil eines Gebäudes und gerade in einem Ortsbild von nationaler Bedeutung kann dies von entscheidendem Wert sein. Die kantonale Denkmalpflege empfiehlt, normalerweise in Ortsbildern von nationaler Bedeutung keine Photovoltaik-Anlagen auf Hauptdächern zu bewilligen.

Nach sorgfältigem Abwägen der Vor- und Nachteilen von Solaranlagen im Ortskern hat der Gemeinderat, wie von der Bauberatung und der Denkmalpflege empfohlen, einen Grundsatzentscheid gefällt. Es ist möglich, Solaranlagen im Kontrollbereich Ortsbild zu realisieren. Die Solaranlagen sollen erhöhten Anforderungen genügen und sich gut in das Ortsbild einfügen. Für eine Solaranlage im Ortskern, in den Weilerzonen und auch im Bauinventar verzeichneten Gebäuden und Baugruppen ist in jedem Fall ein Baubewilligungsverfahren notwendig.

Abbildung 1: ISOS-Eintrag Buttisholz (sh. PDF)

In den Kernbereichen 1.1 (innerster Dorfkern) und 1.2 (Schloss) sollen weiterhin keine Photovoltaik-Anlagen bewilligt werden, da diese Bereiche die wesentlichsten Elemente des Ortsbildes betreffen und das Ortsbild somit zu sehr tangiert. Mit diesem Grundsatzentscheid sind wichtige Leitlinien für die Beurteilung von Anfragen aus der Bevölkerung vorhanden und eine einheitliche Praxis gewährleistet. Bei Fragen rund um die Bewilligungspraxis von Solaranlagen gibt das Bauamt Auskunft.

Arbeitsgruppe Zentrumsentwicklung im Endspurt
Die Arbeitsgruppe Zentrumsentwicklung ist im Endspurt. Der Schlussbericht ist im Entwurf erstellt. Alle Mitglieder arbeiten daran und geben noch entscheidende Inputs für einen erfolgreichen Bericht. Zudem wurden weitere wichtige Gespräche geführt. Der Einbezug der Bevölkerung, der Detaillisten, der Fachgremien und der Behörden erforderte einige Nachklärungen. Diese Diskussionen waren sehr wichtig und aufschlussreich für die weitere Dorfkernentwicklung. Mit dem Abschlussbericht ist nur der Anfang einer nachhaltigen Zentrumsentwicklung auf Papier gebracht worden. Die weitere Planungs- und Umsetzungsphase startet erst danach. Im Schlussbericht werden in einem Massnahmenplan mögliche weitere Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung definiert. Bis Ende März wird die Arbeitsgruppe den Schlussbericht fertigstellen und dem Gemeinderat zum Vorstudium abgeben. Anfangs Mai wird der Bericht durch die Arbeitsgruppe dem Gemeinderat mündlich vorgestellt.

Rücktritt von Schulpflegemitglied Marie-Therese Helfenstein
Marie-Therese Helfenstein hat ihren Rücktritt als Mitglied der Schulpflege per 31. Dezember 2017 bekannt gegeben. Während 6 ½ Jahren hat sie in der Schulpflege das Ressort Sekretariat mit viel Engagement geführt. Der Gemeinderat dankt Marie-Therese Helfenstein für die wertvolle Arbeit und die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Die Neuwahl für Marie-Therese Helfenstein erfolgt an der Gemeindeversammlung im Herbst 2017.

Baubewilligungen
Folgende Baubewilligungen wurden erteilt: Rolf Mettler für einen Neubau einer Kanalisationsleitung mit Hausanschluss im Gebiet Zinzerswil sowie Richard und Pascale Blatter für den Neubau eines Einfamilienhauses im Gebiet Arigstrasse.
 
 
 
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