Interview mit Caroline Rey

 
Eingetragen am 11. Februar 2013
 

«Mit Jugendlichen Projekte erarbeiten»


Am 1. Februar 2013 startete Caroline Rey als neue Soziokulturelle Animatorin in Ausbildung in der Gemeinde Buttisholz ihre neue Tätigkeit. Caroline Rey hat die Stelle von Johann Vogel in einem 40 Prozent-Pensum übernommen. Im Bereich Jugendarbeit hat sich in den vergangenen Monaten einiges verändert. Die Jugendkommission hat ein neues Konzept erarbeitet und die neu zu besetzende Stelle ausgeschrieben. Nadia Wüest, Abteilungsleiterin Schule und Soziales, hat bei der neuen Jugendarbeiterin nachgefragt.


Interview Nadia Wüest

 


Caroline Rey, ursprünglich haben Sie einen handwerklichen Beruf erlernt. Was hat Sie bewogen eine andere Richtung einzuschlagen und Soziokulturelle Animation zu studieren?
Als gelernte Schreinerin habe ich mit der Materie Holz zu tun gehabt. Dies war und ist sehr bereichernd, doch hat mir die Arbeit mit Menschen gefehlt. Ich konnte nach der Lehre in der Lehrlingsausbildung einige Jahre tätig sein und habe da meine Freude entdeckt, anderen Menschen etwas weiterzugeben. Auch leite ich seit bald acht Jahren eine Snowboardgruppe von sechs bis zehn Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren in einem Schneesportlager in Elm. Die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist einfach immer abwechslungsreich und man weiss nie, was auf einen zukommt.

 

Was hat Sie motiviert, sich in der Gemeinde Buttisholz zu bewerben?
Da ich schon länger Ausschau nach einer Stelle hielt, in der ich mich aktiv einbringen und etwas bewegen kann, habe ich das Stelleninserat mit Freude gelesen und habe festgestellt, dass es genau meinen Vorstellungen entsprach. Ebenso motiviert hat mich das Ländliche, da ich selbst in einem noch kleineren Dorf mit knapp 1000 Einwohnern in Beinwil im Freiamt aufgewachsen bin.

 

Sie wohnen in der Stadt, was zieht Sie aufs Land?
Mir gefällt das Ruhige, die Natur und das ländliche auf dem Land. Ich schätze den Kontakt zu Menschen. Es bietet mir einen Ausgleich zum oft wilden und unruhigen Stadtleben.

 

Was für Vorteile sehen Sie in einer Landgemeinde gegenüber der Stadt?
Ich denke, die Jugendlichen sind aktiver ins Gemeindeleben eingebunden. Auch schätze ich die Vereinstätigkeiten auf dem Land. Man ist auf dem Land nicht so anonym wie in einer Stadt.

 

Was sind Ihre Ziele hier in Buttisholz?
Ich will in der Jugendanimation die Jugendlichen unterstützen, begleiten und animieren. Wenn es mir gelingt, die Jugendlichen zu motivieren, will ich mit den Jugendlichen Projekte erarbeiten. Was mir auch sehr am Herzen liegt, ist der Mittwochnachmittagstreff, den ich regelmässig durchführen möchte.

 

 



























Wie wollen Sie Ihre Ziele erreichen?
Ich will das Vertrauen der Jugendlichen gewinnen und die Bevölkerung über meine Arbeit informieren. Sicherlich brauche ich auch etwas Zeit, bis ich gut vernetzt bin und mich die Jugendlichen kennen gelernt haben.

 

Haben Sie schon erste Projekte geplant?
Nein, erste Projekte sind noch nicht geplant. Ich werde die Projekte mit der Jugendkommission gut absprechen und dadurch schauen, was wir alles gemeinsam umsetzen wollen. Natürlich habe ich auch Ideen. Gerne würde ich beispielsweise auch Projekte im sportlichen Bereich realisieren.

 

Waren Sie bereits in einem ähnlichen Bereich tätig?
Ich habe eine langjährige Lagerleitererfahrung als Snowboardlehrerin. Hierfür besuche ich regelmässig Jugend und Sport Weiterbildungen (J&S). Auch habe ich in einem Nachbarsdorf meiner Heimatgemeinde als Seniorcoach beim Aufbau der «Midnight Sports» mitgearbeitet und aktiv mitgeturnt. Zudem habe ich vor zwei Jahren eine viermonatige Reise nach Uganda unternommen und da in einem Waisenheim gearbeitet. Diese Reise hat mich sehr geprägt und mir den Weg gezeigt, den ich heute gehe. Somit habe ich einige Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln können, jedoch als Jugendanimatorin ist es meine erste Stelle. Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung.

 

 

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Caroline Rey startete am 1. Februar 2013 als Soziokulturelle Animatorin in Buttisholz ihre Ausbildung.

 
 
 
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