Gemeinderatsnachrichten

 
Eingetragen am 21. Februar 2013
 
Interessanter Gemeindeschreiber-Stamm in Buttisholz

Das neue Namens- und Bürgerrecht stellt Frau und Mann bei der Heirat gleich. So wie es die Bundesverfassung und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte forderten. Das Gesetz ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten.


Der Gemeindeschreiberverband Amt Sursee tagt rund vier Mal pro Jahr. Ende Januar war wieder einmal die Gemeinde Buttisholz für die Organisation verantwortlich. Im Mehrzweckraum des Wohnzentrums Primavera referierten Heinz Wyss und Walter Seitz vom regionalen Zivilstandsamt Sursee über das neue Namens- und Bürgerrecht. Das vielleicht Wichtigste zuerst: Grundsätzlich ändert sich durch das neue Namens- und Bürgerrecht bei bestehenden Namen nichts. Wer etwas ändern will, muss von sich aus aktiv werden.

Das neue Namens- und Bürgerrecht stellt Mann und Frau bei der Heirat rechtlich gleich. Das bedeutet, dass bei Eheschliessungen ab 1. Januar 2013 die Partner je ihren bisherigen Namen und ihre Bürgerrechte behalten. Sie haben auch die Möglichkeit, einen ihrer Ledignamen als gemeinsamen Familiennamen zu wählen. Haben sich Mann und Frau bei der Heirat für den bisherigen Namen entschieden, bestimmen sie spätestens bei der Geburt eines ersten Kindes, welchen der beiden Ledignamen die Kinder tragen werden. Die Kinder erhalten das Bürgerrecht desjenigen Elternteils, der ihnen den Namen gibt. Wählen die Eltern einen gemeinsamen Familiennamen, tragen ihn auch die Kinder und erhalten das entsprechende Bürgerrecht. Informationen dazu sind beim Amt für Gemeinden, www.afg.lu.ch, zu finden.

Auch Regierungsstatthalter Alois Widmer informierte aus erster Hand über geplante Änderungen im Kanton Luzern. Im Anschluss offerierten die einheimischen Gemeindeschreiber Martina Winiger, Nadia Wüest und Reto Helfenstein ein Apéro. Präsidiert wird der Amtsverband von René Unternährer, Gemeindeschreiber von Grosswangen.

Ablösung Festdarlehen
Im Februar ist bei der Raiffeisenbank Buttisholz-Ruswil ein mächtiges Festdarlehen von 3,8 Millionen Franken abgelaufen. Der Zinssatz betrug 2.80 %. Eine Amortisation ist leider nicht möglich. Die Einwohnergemeinde Buttisholz profitiert von der aktuellen Finanzlage und konnte wiederum bei der Raiffeisenbank Buttisholz-Ruswil ein günstiges Festdarlehen abschliessen. Das Festdarlehen wurde auf drei und fünf Jahr gesplittet. Der Zinssatz beträgt bei beiden Laufzeiten weniger als 1.0 %.

Wandbild Willy Huwiler
Vor dem Abriss des alten Schulhauses 1960 wurden Abklärungen vorgenommen, ob das grosse Wandbild von Willy Huwiler noch gerettet werden kann. Leider zeigten die Abklärungen, dass eine Rettung viel Geld gekostet hätte und ein sehr grosses Risiko bestand, dass das Bild beim Ausbau in sich zusammen fallen könnte. Somit konnte keine umsetzbare Lösung zur Rettung des Wandbildes gefunden werden. Der Gemeinderat hat daraufhin das Wandbild nochmals professionell fotografieren lassen und an Restaurator Martin Hüppi den Auftrag erteilt, eine Dokumentation über den Künstler Willy Huwiler sowie dessen Bild zu erstellen. Das Wandbild hatte eine Abmessung von ca. 7.2 Meter auf 2.6 Meter und wurde in einer Mischtechnik ausgeführt. Es war eines der grössten Fassadenbilder welches er je gemalt hat.

Willy Huwiler würde im kommenden Jahr hundertjährig werden. Wer mit wachen Augen im Luzerner Hinterland unterwegs ist, begegnet den Spuren des Künstlers auf Schritt und Tritt. An diversen öffentlichen Gebäuden und privaten Hauswänden legen grossformatige Wandbilder, Sgraffiti und Eisenplastiken Zeugnis von seinem Schaffen ab. Weniger offensichtlich, aber ebenso bedeutend sind die Spuren, die er in aller Stille als Restaurator in Kirchen und Kapellen hinterlassen hat. Die Dokumentation von Martin Hüppi über den Künstler Willy Huwiler sowie das Wandbild können auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Baubewilligungen
Folgende Baugesuche wurden eingereicht und bewilligt: Einwohnergemeinde Buttisholz für die Neuerstellung von zwei Containerplätzen im Gebiet Gassmatt, Daniel und Lydia Meyer für eine Stützmauer mit Natursteinquader inkl. Fallschutzbepflanzung im Gebiet Mühlefeld sowie Josef Fischer-Keist für einen Um- und Anbau der bestehenden Scheune zu einem Jungviehlaufstall, den Neubau eines Mistplatzes und eines Entwässerungskanals im Gebiet Obersagi. Weitere Baugesuche wurden eingereicht: Mauritz Hebler für einen Aufbau einer Solaranlage auf das bestehende Dach im Gebiet Voremwald; Armin und Margrith Bärtschi für einen Anbau eines Treppenhauses, einen Kellerraum und den Neubau eines Carports im Gebiet Unter-Allmend und die CKW AG für den Neubau einer Transformatorenstation Guggenhusen inkl. KV-Zuleitungskabel.
 
 
 
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