Aufhebung ARA Buttisholz und Anschluss an ARA Oberes Wiggertal

Die Kläranlage (ARA) Buttisholz wurde 1974 erstellt und 1996 um eine Nachklärung erweitert. Aufgrund des schlechten Vorfluters und des hohen Alters der Anlage mussten neue Lösungen gesucht werden. Eine Variantenstudie kam zum Schluss, dass ein Anschluss an die ARA Oberes Wiggertal die ökologisch und wirtschaftlich günstigste Lösung darstellt.

Die Gemeinde Buttisholz wurde anlässlich der Delegiertenversammlung vom 14. November 2014, als Mitglied in den Gemeindeverband Abwasserreinigung Oberes Wiggertal aufgenommen. Die Einkaufssumme an die ARA Oberes Wiggertal wird nach der effektiven Anzahl Einwohner per Anschlussdatum berechnet.

Das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag wurden durch die Firma Hunziker Betatech AG ausgearbeitet. Der Kostenvoranschlag sieht folgende Zahlen vor:

 

Kostenvoranschlag KV (+/- 10 %)

Pumpwerk / Rückbau

Fr.

1'309'500.00

Anschlussleitung / Druckleitung

Fr.

603'800.00

Technisches Konto (Honorar, Nebenkosten), Reserven

Fr.

471'700.00

Total Baukosten

Fr.

2'385'000.00

Geschätzte Einkaufssummen

Fr.

510'000.00

Leitungssanierung Grosswangen

Fr.

10'000.00

Total

Fr.

2'905'000.00

MwSt. 8 %

Fr.

232'400.00

Total Kostenvoranschlag inkl. MwSt.

Fr.

3'137'400.00


Die Planung sieht vor, das Projekt koordiniert mit dem Radwegprojekt Buttisholz-Grosswangen auszuführen. Dabei kommt die Leitung grösstenteils in den geplanten Radweg zu liegen, wodurch möglichst wenig private Landeigentümer vom Projekt tangiert sind.

Die Gemeinde sieht bei einer Verlegung im Radweg weitere Vorteile in der einmaligen Baustelleninstallation, bessere Koordination mit den weiteren Werken und effizienter Unterhalt für die Zukunft, da die Schächte einfacher zugänglich sind.

Die heutige Abwasserreinigungsanlage wird durch eine Pumpstation ersetzt. Das Abwasser wird mit einer Pumpleitung nach Grosswangen befördert. Anlässlich der Planungsarbeiten wurde das Regenbeckenvolumen auf Verlangen des Kantons nach den neuen Storm-Richtlinien überprüft und es wurde festgestellt, dass hier noch ein Handlungsbedarf entsteht. Durch den Umbau der bisherigen Nachklärung in ein Regenklärbecken kann dieses Manko kostengünstig behoben werden.

Die übrigen Anlagebestandteile, so zum Beispiel das Betriebsgebäude und die beiden Oxidationsbecken werden nach vollzogenem Anschluss an die ARA Oberes Wiggertal voraussichtlich rückgebaut und rekultiviert. Da sich das Gebäude in der Landwirtschaftszone befindet, sind Nachfolgenutzungen nur beschränkt möglich. Das bestehende Gebäude eignet sich wegen seiner kleinräumigen Gebäudestruktur und der begrenzten Belastungsfähigkeit nicht für Lagerzwecke und ähnliches. Um eine Bauruine zu vermeiden, ist es geplant, das nicht mehr benötigte Gebäude und die Oxidationsbecken rückzubauen.

Durch den Anschluss an die ARA Oberes Wiggertal müssen weder die Betriebs- noch die Anschlussgebühren angehoben werden.


Baubeginn Leitung: 20.09.2017

Inbetriebnahme Pumpwerk: ca. Dezember 2019

Rückbau ARA Buttisholz: ca. Februar 2020

 

Bild: Situation mit Werkleitungen