Hochwasserschutzbauten an Gewässern

Grundlage

Die Gemeinde Buttisholz wurde in den letzten Jahren immer wieder von Hochwasser, insbesondere im Dorfzentrum, heimgesucht. Die dringend nötigen Hochwasserschutzbauten wurden aufgeteilt in vier Lose. Zudem wurde ein Hochwasserrückhaltebecken im Gebiet Fürti mit einem Stauvolumen von rund 29'000 Kubik gebaut und im Jahr 2014 in Betrieb genommen. Die Lose Chottegrabe und Tannebach wurden bis Ende 2017 fertig gebaut. Die Projektverantwortung liegt beim Kanton Luzern. Der Anteil der Kosten, welche die Einwohnergemeinde übernehmen muss, beträgt 40 Prozent. Gemäss Investitionsrechnung 2018 betragen die Gesamtkosten für die Gemeinde Buttisholz rund 3,24 Millionen Franken. An diese Kosten zahlt die Schweizerische Mobiliarversicherungsgesellschaft einen Beitrag von 665'000 Franken. Die Schutzbauten wurden für ein "100jähriges" Hochwasserereignis ausgelegt.


Los Stockbach

Das Hochwasserschutzprojekt Stockbach wurde vom Januar bis Juli 2018 umgesetzt. Wenige kleinere Arbeiten werden bis Ende Jahr noch ausgeführt. Dazu gehört zum Beispiel die Bepflanzung. Im Zusammenhang mit dem Stockbach wurde auch der Spielplatz Mühle neu gestaltet.

Los Hohrütibach

Am 20. Oktober 2015 bewilligte der Regierungsrat des Kantons Luzern das Hochwasserschutzprojekt Horütibach. Dieser Entscheid wurde von einem Grundeigentümer bis an das Bundesgericht weitergezogen. Das Bundesgericht hat die Beschwerde abgewiesen. Somit könnte das Hochwasserschutzprojekt Horütibach gebaut werden. Der Kanton Luzern konnte mit der Grundeigentümerschaft bisher aber keine Einigung über die Abgeltung finden. Zurzeit läuft das Gesuch um vorzeitige Besitzeseinweisung und das Gesuch um Einleitung des Schätzungsverfahrens. Daher ist vorderhand mit einem Baustart leider nicht zu rechnen.

Beim Los Horütibach handelt sich um das letzte Teilstück der geplanten Hochwasserschutzmassnahmen im Dorfzentrum. Der Gemeinderat weist darauf hin, dass das geplante Hochwasserschutzprojekt nur funktioniert, wenn alle Lose baulich umgesetzt sind. Bis dahin ist das Dorf nur teilweise von möglichem Hochwasser geschützt.