Gemeinde-Nachrichten

Wer bauen will, muss die richtigen Grundlagen kennen. Diese Grundlagen sind auf verschiedenen Websites aufgeführt. Die Gemeinde hat zwei neue Merkblätter über das Baubewilligungsverfahren und über das Verfahren im Kontrollbereich Ortsbild inklusive dem Thema Bauberatung erstellt.

Im Zusammenhang mit der Ortsplanung befassen sich viele Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer mit ihren Grundstücken und insbesondere mit der Frage, wie das Grundstück überbaut werden kann. Wichtige Grundlage hierfür bilden die Grundlagen im Raumdatenpool, wo die verschiedenen Parzellen sowie die Zonenzugehörigkeit und allfällige öffentlich-rechtliche Baubeschränkungen abgerufen werden können (www.raumdatenpool.ch/buttisholz). Die öffentlichen Eigentumsbeschränkungen sind im Register www.oereb.lu.ch pro Grundstück ersichtlich.

Bauinventar

Häufig führen die Einträge im Bauinventar der Gemeinde zu Unsicherheiten, was das Verfahren bei einem Umbau sowie die Möglichkeiten betrifft. Folgende Unterscheidungen werden im Bauinventar gemacht:

Schützenswerte Objekte sind im Bauinventar rot eingetragen. Vor baulichen Eingriffen muss gemäss Planungs- und Baugesetz die Zustimmung der kantonalen Denkmalpflege eingeholt werden. Die Koordination erfolgt über die Gemeinde.

Bei erhaltenswerten Objekten, im Bauinventar blau eingetragen, wird unterschieden zwischen Bauten innerhalb und ausserhalb der Bauzone. Bauvorhaben innerhalb der Bauzone werden durch die Bauberatung begleitet. Die Bauberatung gibt der Gemeinde eine Empfehlung für oder gegen eine Bewilligung und auch mögliche Auflagen und Bedingungen ab. Für die Überprüfung der Voraussetzungen müssen je nach Objekt verschiedene Abklärungen und Dokumentationen erfolgen. Bei Bauten ausserhalb der Bauzone liegt die Verantwortung für die Bewilligung von Umbauarbeiten und Abbruchbewilligungen bei der Dienststelle Raum und Wirtschaft des Kantons. Diese holt die Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege ein, welche Grundlage für die Bewilligung ist. Die Bauberatung kann hier vermittelnd und nach Rücksprache mit der Bauherrschaft zum Einsatz kommen.

Über die höchste Schutzstufe verfügen die rot eingefärbten Gebäude, welche mit einer dicken roten Linie umrandet sind. Diese stehen unter Denkmalschutz.

Weilerzonen

Buttisholz verfügt über die drei Weiler Allmend, Unter-Allmend und St. Ottilien. Nach altem Recht gehörten diese Objekte in die Bauzone und für das Verfahren war die Gemeinde zuständig. Da jedoch nach aktuellem Planungs- und Baugesetz die Weilerzonen nicht mehr zur Bauzone gehören, müssen vorderhand sämtliche Baugesuche zur Beurteilung an die Dienststelle Raum und Wirtschaft des Kantons zugestellt werden. Diese muss eine raumplanungsrechtliche Bewilligung erteilen. Die Weilerzonen werden in der laufenden Ortsplanungsrevision in verschiedene Zonen überführt. Während der Weiler St. Ottilien in der Weilerzone und somit in der Nichtbauzone verbleibt, werden die Weiler Allmend und Unter-Allmend der Wohnzone Allmend zugeteilt. Die detaillierten Bestimmungen können in den Unterlagen der öffentlichen Mitwirkung zur Ortsplanungsrevision eingesehen werden (www.buttisholz.ch).

Neue Merkblätter

Im Onlineschalter der Gemeinde sind ab sofort zwei neue Merkblätter verfügbar. Das eine soll einen Überblick über das Baubewilligungsverfahren in der Gemeinde verschaffen und ein weiteres Merkblatt widmet sich den Themen Bauberatung und die Verfahren bei Objekten im Kontrollbereich Ortsbild. Selbstverständlich stehen die Mitarbeiterinnen der Verwaltung für Auskünfte zur Verfügung.

Grafik

Auszug Dorfzentrum Buttisholz mit erhaltenswerten, schützenswerten und denkmalgeschützten Bauten.