Hauptinhalt
Buttisholz budgetiert für 2027 einen Ertragsüberschuss von 765'000 Franken
Die Gemeinde Buttisholz rechnet für das Jahr 2027 mit einem Ertragsüberschuss von 764'659 Franken. Bei einem Gesamtaufwand von 27,54 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 28,30 Millionen Franken fällt das Ergebnis deutlich besser aus als im Budget 2026, das noch einen Aufwandüberschuss von 857'731 Franken vorsah. Damit verbessert sich das budgetierte Ergebnis um rund 1,62 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 1,90 Einheiten.
Höhere Steuereinnahmen als wichtigste Grundlage
Ausschlaggebend für die Verbesserung sind vor allem die steigenden Einnahmen. Die Steuererträge natürlicher und juristischer Personen sollen 2027 insgesamt 12,269 Millionen Franken erreichen. Das sind rund 1,123 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Zusätzlich rechnet die Gemeinde mit einem Anteil von rund 1,093 Millionen Franken aus der OECD-Ergänzungssteuer – rund 485'000 Franken mehr als 2026. Auch der kantonale Finanz- und Lastenausgleich fällt höher aus: Mit insgesamt rund 1,452 Millionen Franken erhält Buttisholz voraussichtlich rund 214'000 Franken mehr als im laufenden Jahr.
Auf der Ausgabenseite zeigt die konsequente Überprüfung der Kosten Wirkung. In Politik und Verwaltung sowie im Bereich Bau und Infrastruktur sinkt der budgetierte Aufwand. In der Verwaltung entfallen unter anderem der einmalige Beitrag von 20'000 Franken für die Gewerbeausstellung und es fallen tiefere Abschreibungen an. Zusätzliche IT-Lizenzkosten von rund 19'000 Franken belasten das Budget hingegen.
Mehrkosten bei Bildung und Sozialem
Die Aufwendungen steigen insbesondere in den Bereichen Bildung sowie Soziales und Gesellschaft. Der Personalaufwand nimmt gegenüber dem Vorjahresbudget um rund 219'000 Franken zu, der Transferaufwand um rund 357'000 Franken. In der Bildung schlagen unter anderem ein zusätzlicher Kindergarten, tiefere kantonale Schulgeldbeiträge für Primar- und Sekundarschule sowie höhere Beiträge und Lohnkosten in der Sonderschulung zu Buche. Im Sozialbereich steigen die Kosten für Kantonsbeiträge an soziale Einrichtungen und die individuelle Prämienverbilligung. Auch die Restfinanzierung der stationären und ambulanten Pflege sowie die Betreuungsgutscheine führen zu Mehrkosten.
Trotz des ausgewiesenen Überschusses ist das Ergebnis einzuordnen: Darin enthalten ist die jährliche Auflösung von Aufwertungsreserven in Höhe von 763'400 Franken. Ohne diesen ausserordentlichen Ertrag wäre das operative Jahresergebnis nahezu ausgeglichen und läge bei einem Überschuss von lediglich 1'259 Franken.
Investitionen in Schule und Infrastruktur
Für 2027 sind Bruttoinvestitionen von 3,842 Millionen Franken geplant. Nach Investitionseinnahmen von 230'000 Franken verbleiben Nettoinvestitionen von 3,612 Millionen Franken. Der grösste Posten entfällt mit 2,6 Millionen Franken auf die umfassende Sanierung des rund 40-jährigen Schulhaustrakts C und weitere Massnahmen an der Schulanlage. Hinzu kommen rund 170'000 Franken für Informatikgeräte, WLAN und Netzwerkinfrastruktur. Weitere Vorhaben sind die Teilrevision der Ortsplanung, die Digitalisierung der Verwaltung, die Sanierung des Friedhofs, ein Fahrzeug für den Werkdienst sowie Investitionen in die Abwasserbeseitigung. Zudem sind ein Darlehen an die Spitex Sempachersee Plus und Arbeiten am Aussenraum des Wohnzentrums Primavera vorgesehen.
Mit dem Budget 2027 verbindet Buttisholz steigende Einnahmen mit gezielten Investitionen in öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur. Die Finanzplanung bleibt dennoch anspruchsvoll: Der Gemeinderat will die Kosten weiterhin sorgfältig steuern und die Entwicklung der Gemeindefinanzen jährlich überprüfen.
Die Bevölkerung kann an der Gemeindeversammlung vom 25. November über das Budget 2027 und weitere Traktanden befinden. Die Versammlung findet um 19.30 Uhr im Gemeindesaal statt.
Für Rückfragen steht Kilian Graf, Geschäftsführer und Gemeindeschreiber, unter 041 929 60 71 oder kilian.graf@buttisholz.ch zur Verfügung.